Angesichts zunehmender Klimaextreme ist ein wirksames Hochwasser- und Dürremanagement wichtiger denn je. Unsere Forschung muss flexibel und bedarfsorientiert sein und sich schnell an die Anforderungen dieser Krisen anpassen.
Hier ist die Arbeit des Rapid Action Team (RAT) von entscheidender Bedeutung. Durch zeitnahe und zielgerichtete Forschung können wir Gemeinden dabei unterstützen, die Herausforderungen extremer Wetterereignisse zu bewältigen und ihre Widerstandsfähigkeit für die Zukunft zu stärken. Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über unsere laufenden Forschungsinitiativen.
Methoden zur Definition von „Design Floods“ in kleinen Flusseinzugsgebieten
Leitung: Luxembourg Institute of Science and Technology
„Design Floods“ sind hypothetische Hochwasserereignisse, die an bestimmten Orten über definierte Zeiträume hinweg erwartet werden. Sie sind von entscheidender Bedeutung für das Hochwasserrisikomanagement. Während sich gängige Schätzmethoden oft auf größere Flusseinzugsgebiete konzentrieren, nimmt ihre Genauigkeit in kleineren Einzugsgebieten, in denen es zu lokal begrenzten Niederschlägen kommt, ab. Angesichts des steigenden Risikos von Starkregenfluten in unserer Region ist es dringend erforderlich, die Methoden für bessere Schätzungen anzupassen. Regionale Zusammenarbeit und Datenaustausch sind unerlässlich, um Genauigkeit und Kohärenz zu gewährleisten, insbesondere in kleineren Einzugsgebieten, in denen die Datenlage begrenzt ist. In dieser Studie werden aktuelle Methoden zur Definition von Bemessungshochwasser in kleinen Flusseinzugsgebieten in den Benelux Ländern analysiert.
Vergleichende Studie zu Frühwarnsystemen für Hochwasserrisiken in den Niederlanden, Deutschland, Belgien und Luxemburg
Leitung: Alle Partner
Die Überschwemmungen im Jahr 2021 in Nordwesteuropa haben die Notwendigkeit zuverlässiger Vorhersage- und Frühwarnsysteme zur Minimierung der Auswirkungen von Katastrophen deutlich gemacht. Durch effektive, auf Vorhersagen basierende Maßnahmen kann die Exposition und Anfälligkeit von Gemeinden gegenüber Überschwemmungen erheblich reduziert werden. Trotz Fortschritten befinden sich die Frühwarnsysteme in den Niederlanden, Deutschland und Belgien noch in der Entwicklung und werden regelmäßig aktualisiert. Die derzeitigen Bemühungen konzentrieren sich auf die Bewältigung von Herausforderungen wie Prognoseunsicherheit, Evakuierungsauslöser und uneinheitliche behördliche Zuständigkeiten. Es fehlt jedoch ein systematischer Vergleich dieser Systeme, der ihre Wirksamkeit erhöhen könnte, indem die Länder voneinander lernen können.
Hochwasser-Frühwarnung und -Reaktion während der Überschwemmung im Juli 2021: Ein länderübergreifender Vergleich auf der Grundlage von Daten aus öffentlichen Umfragen
Leitung: Vrije Universiteit Amsterdam, Universität Lüttich und Deltares
Die Überschwemmungen im Juli 2021 betrafen die Niederlande, Belgien und Deutschland und führten zu öffentlichen Umfragen, in denen die Auswirkungen auf Einzelpersonen und die Leistung von Hochwasserfrühwarnsystemen (FEWS) bewertet wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit von FEWS in und zwischen diesen Ländern unterschiedlich ist. Diese Studie untersucht, ob diese Unterschiede auf die jeweiligen Systeme selbst oder auf die unterschiedlichen Methoden der Stichprobenziehung und Datenerhebung zurückzuführen sind. Wir bewerten auch öffentliche Umfragen als Instrument für zukünftige Hochwasserereignisse. Unser Ziel ist es, aus diesem Ereignis regionale Erkenntnisse zu gewinnen, um die Umfrageforschung nach Katastrophen zu verbessern und die Strategien für das Hochwassermanagement zu optimieren.
Verständnis der Perspektiven junger Stakeholder und BewohnerInnen zur Vorbereitung auf Klimaextreme im internationalen Flussgebiet der Vecht
Leitung: DesignLab der Universität Twente
Diese Studie zielt darauf ab, Erkenntnisse von Stakeholdern und EinwohnerInnen unter 30 Jahren über die Vorbereitung auf Klimaextreme im Einzugsgebiet der Vecht zu sammeln. Es werden drei Workshops durchgeführt, um die TeilnehmerInnen dazu zu bewegen, ihre Ansichten zu teilen und Strategien für eine verbesserte Klimaresilienz zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in lokale Klimaschutzpläne einfließen und sicherstellen, dass die Stimmen zukünftiger Generationen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
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